Suchen Sie in 89.331 Anzeigen

Reden hilft - Auch Kinder Trauern


Foto: MNStudio/Fotolia


Auch Kinder fühlen Trauer. Doch sie gehen anders damit um als Erwachsene. Eltern müssen sensibel sein und sollten sich von manchen Verhaltensweisen ihres Nachwuchses nicht irritieren lassen. „Am besten gehen Eltern auf Fragen des Kindes ein und beantworten diese einfach, aber klar“, erläutert Karina Kopp-Breinlinger, Leiterin des Münchner Instituts für Trauerpädagogik. „Man sollte nicht sagen, dass der Opa nun eingeschlafen ist. Sondern: „Der Opa ist tot.“ Sonst verarbeitet das Kind die Information falsch, und kann im schlimmsten Fall Schlafprobleme bekommen, sagt die Trauerpädagogin.

Spontan 
Die hohe Spontaneität von Kindern kann trauernde Eltern mitunter irritieren. „Es ist nicht ungewöhnlich, dass sie nicht lange nach einer Todesnachricht Fragen stellen wie: ,Kann ich nächste Woche zum Kindergeburtstag?’ “, erklärt Kopp-Breinlinger. Denn Alltag und Leben stehen bei Kindern viel stärker parallel zum Verlustschmerz, erklärt sie. Die Trauer vereinnahmt Kinder meist nicht so absolut. Trotzdem sollte man ihnen nicht zu viel zumuten. Stark trauernde Eltern sorgen bei Beerdigungen am besten dafür, dass der Nachwuchs einen vertrauten Begleiter bei sich hat, empfiehlt Kopp-Breinlinger. „Damit das Kind jederzeit gehen kann, wenn es die Situation überfordert.“ Dafür haben Eltern, die bei der Beerdigung mit ihren eigenen Gefühlen meist schon genug zu kämpfen haben, kaum die nötige Aufmerksamkeit.    dpa

Generell sollten Eltern lieber früher als zu spät mit dem Kind über das Thema Tod sprechen. Ein Ansatzpunkt ist beispielsweise, wenn dasKind ein totes Tier findet. 

Autor: dpa